Meine geliebte Familie in meinem neuen Zuhause

Shalom shalom ihr Süßen!

Nun mal ein wenig aus dem letzen Monat und über den Besuch meiner Eltern. Warum das ein gemeinsamer Beitrag ist – naja weil es sich eigentlich auch so angefühlt hat, als wären meine Eltern wieder (zwar nur für einen knappen Monat) Teil meines Lebens gewesen.

Natürlich habe ich sie zunächst mit gemischten Gefühlen vom Flughafen abgeholt.

Wir haben dann ein Wochenende in Tel Aviv verbracht. Aber ich will hier ganz ehrlich sein….am Anfang war es nicht ganz einfach.

Zum einen waren meine WG und meine Freunde alle noch da (diese sind dann erst nach und nach nach Deutschland geflogen). Somit hatte ich immer Angst irgendetwas tolles zu verpassen wenn ich bei meinen Eltern war. Und natürlich ist dieses uneingeschränkte frei und selbst bestimmte Leben ein wenig unter der Anwesenheit meiner Eltern begraben worden. Hinzu kamen noch unterschiedliche Gewohnheiten banale Dinge zu machen….aber diese anfänglichen Startschwierigkeiten hatten wir nach wenigen Tagen total im Griff.

Ab dann hatten wir super super schöne und harmonische Wochen- hierfür schon mal Danke Mama und Papa, dass ihr mir meine anfänglichen Zickereien verziehen habt….

Wir haben eine super schöne Zeit in Tel Aviv erlebt. Neben her habe ich ganz normal gearbeitet, was von Freiwilligenveranstaltungen über Partys im Departement zu einem Tag im OP und einem Empfang für meine Eltern ging.

hier einige Impressionen:

And dieser Stelle möchte ich meiner Station und insbesondere meiner Headnurse noch einmal herzlich danken!

Sie haben meine Eltern so herzlich wie mich empfangen und ihnen eine Lobeshymne über mich vorgesungen….welchen Eltern gefällt das nicht! Außerdem nimmt meine Headnurse mich überall mit hin und übergibt mir viel Verantwortung! Das ist wunderbar.

Ansonsten war es ganz normaler Krankenhaus und WG Alltag mit Mama und Papa Zeit am Nachmittag und an den Wochenenden.

Um dem Regen in Tel Aviv zu Entfliehen bin ich für ein verlängertes Wochenende mit meinen Eltern nach Eilat gefahren und habe dort eine wunderschöne Zeit mit ihnen in Cafés und am Strand verbracht….mehr kann man dort ja auch nicht machen, was ja bekannt sein sollte.

Aber scheeeeee war’s!

In der Vorweihnachtszeit habe ich meine Eltern überreden können für ein Wochenende in die Stadt zu fahren, in welcher Jesus seine Kindheit verbracht hat- Nazareth…meine Lieblingsstadt in Israel….während mich der arabische hektische und laute Lebensstil dort fasziniert war mein Papa sichtlich angestrengt von dem ständigen Gehupe der Autos, den sich lautstark unterhaltenden Arabern, den Marktschreiern und lautem Moscheegesang….dennoch hat es ihm glaub ich gefallen- denn Familienzeit ist ja wohl bekannt die schönsteeeee Zeit:

Insgesamt war es eine Zeit, für die ich super dankbar bin. Auch wenn ich als halbstarke 18-jährige natürlich meine, das ich durchaus auch ein Jahr ohne meine Eltern aushalten würde (wovon ich auch immer noch überzeugt bin) ist es doch schön die Familie, besonders in der Weihnachtszeit um sich zu haben. Noch mehr erfreut aber mein Herz, meine Eltern Teil an diesem unglaublich spannenden und schönen Abschnitt meines Lebens in einem fernen Land, und einer neuen Kultur teilhaben zu lassen und ihnen mein Leben hier, ein vollkommen anders Leben als daheim in Deutschland zu präsentieren. Ich glaube man kann gar nicht sagen wer von uns in manchen Momenten die stolzere Partei war, die die sehen wie gut sie ihren Job gemacht haben-ein selbstständiges, selbstbewusstes, glückliches und freundliches Kind mit vielen Freunden – aufgezogen zu haben. Oder das Kind, welches nur Dank seiner Eltern und deren unendlicher und vor allem bedingungsloser Liebe so ist wie es ist. Ich kann sorglos und glücklich mit einem Lächeln im Gesicht durch mein Leben gehen und weiß, dass ich immer meine Eltern hinter mir habe. Danke Mama und Papa das ihr hier gewesen seid und für eine gewisse Zeit Teil meines bis jetzt größten Abenteuer gewesen seid. Ich weiß, dass es für euch nicht immer ganz leicht ist, dass das einzige Kind mehre tausend Kilometer entfernt ein neues Leben beginnt.

Und noch ein Tipp für folgende Generationen Freiwilliger: auch wenn ihr denkt ihr seid super stark und packt das locker- macht ihr auch bestimmt. Aber ein Besuch der Familie ist echt super viel wert und schafft Ausgleich und spendet Kraft und vor allem jetzt in den regnerischen Monaten und in der Weihnachtszeit hat man einfach gerne seine Familie bei sich, auch wenn hier sehr viele geliebte Menschen, Freunde und Geschwister gefunden hat, ist das nicht das selbe.

Also schönen Tag euch allen aus dem heute regnerischen Tel Aviv!

Euer Paulchen…heute mal etwas sentimentaler…muss auch mal…

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Author

paula@ohmle.de

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