Von Isolation und Heimflug

HalliHallo…und wisst ihr noch wer ich bin? Naja da bin ich mir eigentlich sicher. Aber wo ich bin könnt ihr nur erahnt haben. Ja, ich beginne nun die 8. Woche in Deustchland. Ein Jammer, nein ganz so schlimm ist es nicht-aber jetzt mal von Anfang an.

Alles begann damit, das Corona immer präsenter wurde. Angefangen hat es mit unklaren Zeitungsartikeln, blöden Witzen und Verschwörungstheorien. Weiter ging es dann mit Gerüchten über eine angebliche Rückkehr nach Deutschland und verschärften Sicherheitsmaßnahmen im Krankenhaus. Als dann die Einreisebeschränkungen, die Maskenpflicht bei der Arbeit und Zwangsquarantäne meiner Freunde dazukam wurden Gerüchte zu Wahrheiten und Gedanken zu Taten. Leider. Ich kann mich noch erinnern als wir beim Brunchen saßen und jemand angesprochen hatte, dass wir vielleicht nachhause müssen, da haben wir alle nur gelacht und gesagt: Das ist doch Quatsch, wir dürfen bei Raketenangriffen aus Gaza weiterarbeiten und wegen eines lächerlichen Virus sollen wir nach Hause unvorstellbar….Nichtmal eine Woche später finden Valerie und ich uns beim Packen unserer Schachen für die Abreise wieder. Verrückt? Allemal….sieben Tage die unser Leben, na gut nicht das ganze, aber zumindest für die nächsten Monate, komplett und vorallen vollkommen unerwartet verändern wird.

Nach zahlreichen Meetings, vielen Hin und Herentscheidungen hat das Familienminesterium die Rückholung aller Internationalen Freiwilligen angeordnet, zu denen natürlich auch wir gehören. Wir sollten uns in den nächstmöglichen Flieger setzten und alles was wir uns aufgebaut hatten hinter uns lassen. Bis heute kann ich nicht sagen, was schwieriger war. Den einzigen der nicht andauernd gecancelten Flüge zu bekommen oder etwas hinter sich zu lassen in das man so viel Kraft und Mühe gesteckt hatte, gerade wo es anfing alles zu Gewohnheit und Allatg zu werden. Wir hatten uns das erste Mal in unserem Leben etwas ganz alleine ohne fremde Hilfe aufgebaut. Wir waren in eine Arbeitstelle integriert, hatten eine neue Familie, neue Freunde und neue Gewohnheiten gefunden. Wir hatten uns ein 2.Zuhause geschaffen. All das mussten wir ohne Vorwarnung hinter uns lassen. Ganz abgeshen von unseren Habseligkeiten, Fahrrädern, Handyverträgen , Fitnesstudiomitgliedschaften, geplanten Urlauben….Ich könnte noch ewig aufzählen was uns alles genommen wurde, wie viel ich verpasse, wie langweilig das ist, das man nix zu tun hat und bla bla bla…aber was bringt es mir?

Ich hatte trotz Corona und einer Miniskus OP 6 unfassbar tolle Monate in Israel, 3 wunderschöne letzte Wochen, mehrere Handvoll unglaubliche Freunde fürs Leben, super tolle 7 Wochen in Deutschland mit meiner Familie und meinen Freunde und bin gerade auf dem Weg nach Kattendorf (20km über Hamburg) um dort für den nächsten Monat gemeinsam mit Isa und Antonia Erntehelfer zu sein und danach schau ich wo mich das Schicksal noch so hinbringt(;

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Yalla - Mizpe Ramon ruft

März 5, 2020

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